BVNL Mitgliedertreffen in Finsterbergen

BVNL Mitgliedertreffen in Finsterbergen

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Mitte März fand an einem Wochenende im schönen Thüringer Finsterbergen das Mitglieder- und Arbeitstreffen des BVNL (Bundesverband natürlich lernen) statt. Um die 30 Familien mit Kindern jeden Alters waren dabei. Ich mag hier aber gar nicht auf die Arbeit der Erwachsenen eingehen, sondern euch erzählen, wie ich die Kinder an diesem Wochenende erlebt habe. Ich finde es immer wieder spannend, zu beobachten, wie unterschiedlich Kinder sich organisieren, je nachdem ob dies in einem freien Rahmen stattfinden kann – wie an diesem Wochenende – oder eben nicht – wie in Kita und Schule.

Der Waldhof

Die Veranstaltung fand im Waldhof Finsterbergen statt. Das Gelände liegt sehr idyllisch direkt am Wald, es gibt nur zwei Zufahrtswege, die aber eher Feldwegen ähneln und sehr wenig frequentiert werden. Also absolut ideal für Kinder! In den Gebäuden selber gibt es schöne Aufenthaltsräume und auch eine kleine Turnhalle mit Matten und Kletterwand. Die Kinder hatten also auch bei schlechtem Wetter viele Möglichkeiten, wo sie sich aufhalten konnten. Draußen stand ein Sportfeld mit Toren und Basketballkörben zur Verfügung. Und Bälle gab es natürlich auch!

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Kids unter sich

Unsere drei jüngsten Kinder (3, 7, 9) agieren im Alltag sehr viel gemeinsam. So natürlich auch in Finsterbergen. Zumindest zu Anfang! Da sich im Kern immer wieder die gleichen Familien bei solchen Veranstaltungen treffen, kennen viele Kinder sich untereinander und freuen sich jedes Mal auf ein Wiedersehen. Es dauerte also  nicht lange und die Kids gehen in den Modus „Selbstverwaltung“ über. Es sind immer ein paar Erwachsene und/oder ältere Kinder da, die für die Jüngeren als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das heißt, die eigenen Eltern haben auch über längere Strecken Zeit, um konzentriert zu Arbeiten oder einfach mal frei zu haben! Das ist echt Gold wert!

Unser jüngerer Sohn (7) hat einen guten Freund gefunden und zu zweit waren die beiden den ganzen Tag unterwegs. Im Bus hab ich dann immer mal gesehen, dass er sich etwas zu essen gemacht hat – er hat sich also gut um sich gekümmert. Am Abend kam er – schwarz im Gesicht – völlig erschöpft, aber glücklich zu uns und freute sich schon aufs Bett. Und dazu noch das Bett in unserem Bus, der von unseren Kids heiß und innig geliebt wird!

Unsere beiden Töchter waren oft zusammen unterwegs, meist in einer Gruppe von mehreren Mädels. Ab und zu ist unsere Große (9) auch ohne ihre kleine Schwester losgezogen. Unsere Jüngste (3) war völlig selbstständig unterwegs. Wie gesagt, kennen unsere Kinder viele der Familien schon und so fand sich immer jemand, den man wenn nötig um Hilfe bitten konnte. Zum Mittagessen haben wir uns alle getroffen und gemeinsam gegessen, dann sind die Kids wieder ihrer Wege gegangen.

Es ist so toll diese Dynamiken zu beobachten! Da ziehen der Siebenjährige und die Dreijährige gemeinsam übers Gelände oder sitzen auf der Treppe und unterhalten sich ganz intensiv. Am Kicker stehen sich Kids gegenüber, die ungefähr gleichaltrig sind und dann kommt noch ein ganz kleiner Mensch dazu und wird mit zum Spiel eingeladen. Drumherum sitzen andere junge Menschen unterschiedlichsten Alters, die obwohl sie sich erst dort kennengelernt haben (vielleicht erst vor ein paar Stunden), total vertraut miteinander erzählen oder spielen!

Auf dem Sportfeld wird gekickt und geworfen, aber es wird dabei immer auf die anderen – vor Allem die Kleinen, die dazwischen herumwuseln – Rücksicht genommen. Natürlich gibt es auch mal kleinere „Unfälle“, aber ich habe nie beobachtet, dass jemandem absichtlich wehgetan wurde.

Die Neunjährige kümmert sich intensiv und voller Freude um die Einjährige und zeigt ihr die Welt!

An einem Regentag hatte einer der älteren Jungs im Speisesaal seinen Laptop aufgebaut. Er war umringt von zig anderen Kids und alle gaben Tipps fürs Minecraft-Spiel und für den Aufbau eines virtuellen Zoos. Zusammen kreierten sie die Zoolandschaft und bestimmten, welche Tiere man zueinander setzen kann und bei welchen das wohl eher schwierig wird.

Und damit das Laufrad auch bei Regen genutzt werden kann, hievten es zwei dreijährige Mädels gemeinsam die Treppe zum Speisesaal hoch. Wie stolz sie waren, als sie es tatsächlich geschafft hatten!

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Natürlich lernen

Es war wirklich viel los, aber ich habe die Kinder als sehr entspannt erlebt. Jeder hatte die Chance sich die Aktivität und die Spielpartner zu suchen, die für ihn (und sie) gerade passte. Alle hatten bei Bedarf auch die Möglichkeit sich aus dem Weg zu gehen. Es gab genug Auswahl bei den möglichen Spielpartnern. Und es zeigt sich jedes Mal wieder, dass Kinder in Gruppen eine Altersmischung bevorzugen. Sie lieben es, sich um Jüngere zu kümmern und zu Älteren aufzuschauen! Auf diese Art lernen sie ganz natürlich die verschiedensten sozialen Kompetenzen und auch diverse andere Fähigkeiten und Fakten! Habt ihr schon einmal einen Fünfjährigen und einen Elfjährigen beim Fachsimpeln zum Thema Dinosaurier beobachtet?  Faszinierend!

Kennt ihr das auch von euren Kids? Habt ihr auch schon einmal die jungen Menschen intensiv in verschiedenen Gruppengefügen beobachtet? Ich bin gespannt auf eure Berichte in den Kommentaren!

Messer – Größe ist nicht alles

Messer – Größe ist nicht alles

Toralf hat letztens mal in einer schon fast vergessen Kiste auf dem Dachboden gewühlt und mein altes Jagd-Messer zum Vorschein gebracht. Ein klobiges Ding mit ca. 10 cm langer Klinge zum Einklappen. Dieses Messer war das Erste, das ich mir vor ca. 16 Jahren kaufte, als ich begann mich für Wildnisthemen und Natur zu interessieren. Eigentlich kann man mit dem Teil nicht viel mehr anfangen, als tote Tiere zum Ausnehmen zu öffnen. Dafür habe ich es nie verwendet (ich habe nie Tiere erlegt, außer Fische als ich noch Kind war), aber trotzdem war ich damals irre stolz auf dieses Messer.

Klappmesser Jagd
Klappmesser, Jagdmesser

praktisch muss es sein

Je mehr Zeit ich draußen verbrachte, schnitzend und Lagerfeuerholz machend, umso stärker wurde der Wunsch nach einem „ordentlichen“ Messer. In Schweden erstand ich dann mein erstes „Mora-Messer“. Diese Messer sind perfekte Allroundwerkzeuge. Nur filigrane Dinge konnte man auch damit nicht schnitzen. Da aber meine Leidenschaft für das Schnitzen von Schmuckanhängern immer weiter wuchs, musste noch etwas Kleines her. Und irgendwie musste bei mir damals auch alles praktisch und für verschiedene Dinge nutzbar sein, daher wurde meine Sammlung durch ein klassisches Victorinox Taschenmesser ergänzt. Die kleine Klinge ist super geeignet, um feine Schnitzarbeiten auszuführen, Säge, Schere und Schraubenzieher sind auch immer wieder nützlich.

Victorinox
Victorinox Taschenmesser

 

Mit meinem Mann zog dann schließlich auch noch etwas richtig Edles in meine Sammlung ein: Dieses Messer im nordischen Stil hat Toralf nur für mich gebaut! Es besteht aus Maserbirke, Leder und Rentiergeweih. Die Scheide aus Rind- und Fischleder. Es ist wunderschön und für Outdooraktivitäten genau richtig. Auch zum Feuerholz spalten ist es stabil genug.

Königinnenmesser
handgefertigtes „Königinnenmesser“
Birke Baum
geschnitzter Anhänger

Mittlerweile habe ich neben meinem „Königinnenmesser“ und dem Victorinox auch immer ein kleines Schnitzmesser (Dictum) in meiner Tasche. Bei diesem liegt der Griff einfach bequemer in der Hand, als beim Taschenmesser (ich hab mit dem Victorinox oft Blasen bekommen) und durch die schmale Klinge sind noch feinere Arbeiten möglich.

Schnitzmesser klein
Schnitzmesser

Ganz besondere Messer

Dann gibt es in unserer Sammlung noch zwei ganz besondere Messer. Mit diesen kleinen (ebenfalls handgefertigten) Messern hat Toralf damals vor über 3 und 7 Jahren (lange) nach der Geburt unserer beiden jüngsten Kinder die Nabelschnur durchtrennt. Die Reaktionen der Hebammen dabei waren recht spannend, aber es gab nach ausreichender Desinfektion keinen Grund, der gegen die Messer sprach. Jedes der beiden Kinder hat ein eigenes Messer vom Papa gefertigt bekommen. Wenn sie dann später ihren Übergang zum Erwachsenen feiern, bekommen sie jeweils ihr Messer von Toralf als Geschenk mit auf ihren weiteren Weg!

Nabelschnurmesser
Nabelschnurmesser

Kindermesser

Und das ist jetzt nur ein winziger Teil der Messer, die es in unserem Haushalt zu finden gibt. Da Toralf leidenschaftlich gern Messer baut, gibt es sie hier in allen Größen und Varianten. Auch die Kids haben natürlich jeder eins, was genau auf die jeweiligen Bedürfnisse und Fähigkeiten zugeschnitten ist. Unser Kleinsohn (7) ist sicher im Umgang mit dem Messer, aber zum Teil sehr wild, daher ist sein Messer nicht spitz. Das Messer unserer Kleintochter (3) ist kurz und hat keine Spitze. Sie schnitzt seit ca. einem Jahr sicher damit. Das Foto entstand letztes Jahr im Frühling.

Tiri schnitzt
Kleintochter schnitzt
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Die Messer unserer mittleren Kinder

 

Toralfs schlichtes, aber überaus praktisches Kinderschnitzmesser gehört schon in vielen Waldkindergärten in Deutschland zur Grundausstattung! Und er nimmt auch Aufträge an, für jede Art von Messer 😉

Kindermesser natur
Messer Waldkindergarten
Schnitzmesser schwarz rote Scheide
handgefertigtes Schnitzmesser

Auch gebogene Schälmesser, um die Vertiefung von Löffeln zu schnitzen, gehören mittlerweile zur Grundausstattung!

Messer sind also unsere wichtigsten Werkzeuge (neben Beil und Säge) und ohne eins (oder eher mehrere) unterwegs zu sein, ist für uns undenkbar!

Welche Eigenschaften hat eurer Lieblingsmesser und warum? Was macht ihr so mit euren Messern? Auf eure Berichte freue ich mich schon!

Viele Grüße,

Anja

 

 

 

 

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Der Sonne entgegen – Ausflug mit Kids, Bus, Wald und mehr

Der Sonne entgegen – Ausflug mit Kids, Bus, Wald und mehr

klettern im Baum

Am Wochenende ging es bei strahlendem Sonnenschein Richtung Osten – immer der Sonne entgegen! Auf dem ehemaligen Buga-Gelände in Gera trafen wir uns mit Oma und Opa und die Kids konnten ausgiebig den großen Spielplatz vor Ort erkunden.

Interessanterweise können unsere Waldkinder mit einem Spielplatz, wo ja alles irgendwie vorgefertigt ist und einem bestimmten Zweck dienen soll nicht lange etwas anfangen. Es kam, wie es kommen musste: bald fing das Stänkern und Jammern an und der Hunger wurde auch immer größer. Nun ist es aber so, dass wenn wir, wie an diesem Tag mit dem Bus unterwegs sind, die Ansprüche an die Verpflegung deutlich größer werden. Da ist nichts mehr mit dem Butterbrot und einem kalten Würstchen auf die Hand. Nein, da braucht es unbedingt einen heißen Tee, gebratene Würstchen und geröstetes Brot. Im Bus steht ja alles für die Zubereitung zur Verfügung.

Auf in den Wald

Da Oma und Opa dann sowieso zum Mittagessen heim wollten, packten wir alle Kids und alle Sachen wieder in unseren Bus und steuerten einen schönen Waldparkplatz an. Dort gab es dann zur Zufriedenheit aller den gewünschten heißen Tee, gebratene Igelwürstchen, Brot und Äpfel. warme Füsse

Nachdem alle satt und wieder gut durchgewärmt waren, wurde der Wald erkundet. Das ist tausendmal spannender, als ein Spielplatz! Hier kann man sich richtig ausprobieren und seine Grenzen beim Bäume erklettert austesten! Hier gibt es so viel zu entdecken: Die Eicheln und Bucheckern beginnen bereits zu keimen. Wusstet ihr, dass man Bucheckern essen kann und sie wunderbar schmecken? (Bitte roh nur in kleinen Mengen essen, da sie den schwach giftigen Stoff Fagin enthalten!)

Absturz vom Baum

Die Bucheckern brachten mich auf die Idee, mal wieder Wildnispralinen zu machen. Im Mai werde ich beim Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten für interessierte TeilnehmerInnen einen Workshop zum Thema „Naturpralinen – mit Wildfrüchten und Wildkräutern“ anbieten. Und ich wollte im Vorfeld noch ein paar Kreationen ausprobieren. Da kamen die Bucheckern gerade recht! Während also Kleinsohn mit Papa kämpfte und dabei seine neugewonnenen Judokenntnisse festigen konnte, habe ich mit der tatkräftigen Unterstützung meiner Mädels Bucheckern gesammelt. Großsohn wollte (leider) mit seinen 15 Jahren mal wieder nicht mit zum Familienausflug. Er wir dann aber sicher beim Kreieren der Bucheckerpralinen helfen. Pralinen herstellen ist eins seiner Hobbys!

Kind unter Hut

mde

Und so ging es dann vollbepackt mit Eindrücken, Bucheckern und Zufriedenheit in unserem (schon sehr liebgewonnen) Bus zurück nach Hause.

Die Bucheckern wurden schon bald geschält und warten nun auf ihre „Veredelung“. Ich werde euch berichten, wie diese Pralinen entstehen!

Was für Walderlebnisse hattet ihr in letzter Zeit allein oder mit eurer Familie? Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

Viele Grüße,

Anja

 

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Noch mehr Spannendes zum Thema Kinder und Naturverbindung findet ihr in den folgenden Büchern:

 

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Sehnsucht nach Me(e)hr – Ausgeknockt

Sehnsucht nach Me(e)hr – Ausgeknockt

Es ist kalt und grau und ich habe Sehnsucht nach Me(e)hr! Großtochter ist seit fast 3 Wochen krank und seit ein paar Tagen auch Kleintochter und natürlich jetzt auch ich! Kann es noch schlimmer kommen? Ach ja, momentan habe ich auch nur eine minimalistische Fotoausstattung zur Verfügung und am Bus konnten wir auch schon eine Weile wetterbedingt nicht weiter arbeiten.

Ich will endlich wieder raus, andere Dinge sehen und fotografieren! Stattdessen sitze ich seit Wochen daheim und pflege erst die Kids und nun mich wieder gesund! Und die Sonne scheint auch seit Tagen nicht und es ist kalt und ungemütlich draussen! Alles Bäh!

Toralf ist heute zumindest mit der schon etwas fitteren Großtochter im Bus unterwegs. Es geht in einen Wildpark nicht weit von hier. Sie hat zu ihrem Geburtstag (vor ein paar Tagen) eine Digitalkamera bekommen und ist nun ganz heiß aufs Fotos machen. Ich bin schon sehr gespannt, was für Bilder sie vom heutigen Ausflug mitbringt!

Zum Glück werden wir alle bald wieder gesund sein und auch die Sonne wird sicher bald wieder scheinen! Das tröstet mich grad etwas über meinen Stubenkoller hinweg. Die Kameraausrüstung wird aber noch eine Weile länger minimalistisch bleiben. Aber hey, besser als nix!

Ich lese vor lauter Sehnsucht gerade alle möglichen Reiseblogs anderer reisenden Familien und freue mich unheimlich auf den beginnenden Frühling! Spätestens dann geht es wieder los! Allerspätestens! So ein Wochenendkurztrip ist schließlich auch nicht zu verachten!

Kennt ihr diese Phasen auch? Ihr wollt einfach nur raus und weg, aber es geht eben grad einfach nicht? Wie geht ihr damit um? Was sind eure Taktiken, um mit der Sehnsucht besser fertig zu werden? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Sonnenuntergang

 

Unsere erste, kleine, wilde Reise mit Kindern und Bus

Unsere erste, kleine, wilde Reise mit Kindern und Bus

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Die nötigste Grundausstattung ist im Bus verbaut, also ging es nun auf unsere erste, kleine, wilde Reise mit Kindern und Bus. Bei schönstem Sonnenschein starteten wir am Samstag in Richtung Rennsteig. Mit unserer Wanderdüne dauert das natürlich etwas länger als sonst, aber dafür kann man tatsächlich mal was von der Landschaft sehen! Sogar eine Hirschkuh am Straßenrand konnten wir in Ruhe betrachten! Für die Kinder ein tolles Erlebnis. Bei uns Zuhause gibt’s nur Damm-, Reh-, und Muffelwild.

Als wir oben angekommen sind, war es natürlich schon lange dunkel (und frostig kalt). Dank genauer Kenntnisse der Gegend fand Toralf einen schönen Parkplatz am Waldrand für uns. Zum Abendessen gab es Rührei mit Brötchen und einen heißen Tee. Was will ruehreiman mehr? Die Standheizung lief und es war auszuhalten im Bus. Nach dem Essen verlangten unsere Kinder nach ihrem Bett. Ist nicht ungewöhnlich bei uns. Und diesmal war es ja noch mal extra aufregend. Das erste Mal im Bus schlafen, ist schon was Besonderes.

Wir haben hinten im Bus ein großes Doppelstockbett. Die größeren Kids schlafen oben, wir Eltern und die Jüngste unten. Nachdem alle sich unter ihre dicken Decken gekuschelt hatten, verfolgten wir noch eine Weile die Abenteuer des Drachenreiters Ben auf der Suche nach der Feder eines Greifs. (Ich las vor) Und dann blieben auch wir Erwachsenen gleich liegen. Die Standheizung kann nicht ewig laufen, es wurde dann doch sehr schnell kalt im Bus.

Das Bett war relativ bequem, die Nacht trotzdem sehr unruhig. Eins der Kids musste gefühlt stündlich raus zum pinkeln und ich kriegte meine einfach Füße nicht warm! Die Kleine neben mir, war schön warm und schlief friedlich. Also für meine Füße muss ich mir nächstes Mal eine Wärmflasche oder sowas mitnehmen.

Der nächste Morgenblick-aus-luke

Das Licht am Morgen war herrlich. Die Sonne wanderte langsam nach oben und tauchte die Baumwipfel in ein wunderschönes oranges Licht. Das entschädigte allemal für die kalten Füße. Innen vom Dach kratzen die Kids derweil fleißig das Eis, das sich dort über Nacht gebildet hatte. Es war also tatsächlich ziemlich frostig!

Erst mal Heizung an und Tee gekocht. Dann konnte man sich auch aus dem Bett heraustrauen.

Es wurde ein wunderbarer sonniger 2. Advent. Die Kids spielten im Wald und auf den kinder-auf-eiszahlreichen gefrorenen Pfützen, bis wir dann gegen Mittag zum Aufbruch bliesen und uns langsam und gemütlich in Richtung Heimat schaukeln ließen.

Das war der erste Probelauf. In zwei Wochen wollen wir für eine Foto-Reise an die deutsche und polnische Ostseeküste. Einiges muss noch nachgerüstet und angepasst werden im Bus, aber wir sind definitiv schon mal nicht erfroren! 😉  Eine Gasheizung wird auf jeden Fall noch eingebaut und unser Elternbett etwas verlängert, damit Toralf sich auch mal ausstrecken kann.

Wie habt ihr eure erste Reise mit eurem neuen Fahrzeug erlebt? Gab es da auch viele Aha-Erlebnisse?

 

Wir haben ein Wohnfahrzeug! Mercedes 507

Wir haben ein Wohnfahrzeug! Mercedes 507

Irgendwie ging es nun doch recht schnell. Wir haben unseren Bus gefunden! In unserem Hof steht nun ein Mercedes 507, Bj. 1989. Ein ehemaliger Artztruppenwagen vom Katastrophenschutz.

Das Abenteuer beginnt!

Das erste Abenteuer mit unserem „Neuen“ hatten wir dann schon gleich zu Beginn. Für die Fahrt nach Hause benötigten wir eine 5-Tageszulassung. Um diese zu bekommen, braucht es eine vorläufige Versicherungsnummer der KFZ-Versicherung. Kann ja nicht so schwer sein, dachten wir. Leider war das ein Irrtum! Unsere bisherige Versicherung hatte keinen blassen Schimmer, was man für eine Nummer braucht, um diesen Mercedes 507 (noch)  Sonder-KFZ kurzfristig zuzulassen. Nachdem ich dann mit zwei falschen Nummern (ich hatte ja zu dem Zeitpunkt auch keine Ahnung) einmal umsonst mit drei Kindern zur Zulassungsstelle gefahren bin (und lange warten musste), hieß es dann plötzlich, dass diese Versicherung das Fahrzeug gar nicht versichern würde und somit auch keine Nummer dafür raus geben kann. Also schnell mal noch eine andere Versicherung angefragt. Diesmal hatten wir Glück. Diese Versicherungsvertreterin wusste, was es braucht. Die Nummer war korrekt und wir konnten unseren Bus endlich nach Hause fahren.

Innerhalb dieser 5 Tage muss das Fahrzeug nun der DEKRA vorgestellt werden, um die Papiere umschreiben zu lassen. Als Sonder-KFZ darf es nicht privat genutzt werden. Damit fing schon das nächste Abenteuer an. Für diese Umschreibung müssen gewisse Kriterien erfüllt sein, die dir aber im Vorfeld niemand genau nennen kann. Ich habe mit mehreren DEKRA-Mitarbeitern gesprochen – es war nicht möglich diese Infos zu bekommen. Gelesen hatten wir, dass die Rundumleuchte abgeklemmt und zumindest abgedeckt sein muss. Der Schalter dafür muss raus. Die Sirenenanlage muss ebenfalls entfernt werden. Gut, also Sirene ab, Leuchte abgeklemmt und abgedeckt. Nur den Schalter haben wir nicht entfernen können. (Wir wollten nichts kaputt machen)

Das Abenteuer geht weiter

Bei der DEKRA vor Ort hieß es dann plötzlich, dass die Leuchte komplett entfernt werden muss. Und die Ecken beim Trittbrett hinten am Fahrzeug wären zu scharfkantig. Das darf so nicht bleiben! Der Schalter interessierte den Mitarbeiter kein bisschen. Nachdem wir nun nach einer Stunde warten auch diese Infos hatten, ging es wieder heim. Der nette Nachbar schweißte abgerundete Stahlstreifen ans Trittbrett und mein Mann montierte die Leuchte bis auf den Sockel ab. Am nächsten Tag wieder zur DEKRA. Anderer Mitarbeiter, andere Themen. Das Trittbrett interessierte den gar nicht, der Rest passte endlich. Nur leider konnte auch er in diesem Moment unser Fahrzeug nicht umschreiben, da mal wieder irgendeine Nummer fehlte und er sie beim besten Willen nicht finden konnte. Er würde uns die Papiere dann per Post zuschicken, wenn er alles beisammen hat. (Grrrrrrr)

Also wieder unverrichteter Dinge nach Hause. Seitdem warten wir darauf, dass wir unseren Mercedes 507 endlich zulassen können. Heute, eine Woche nachdem der nette DEKRA-Mitarbeiter uns Post versprochen hat, ist immer noch nichts da.

Wir sind schon am überlegen, ob wir für die weiteren Abnahmen zur Wohnmobilzulassung in ein anderes Bundesland fahren für den TÜV. Hier bei uns in der Umgebung arbeiten zum großen Teil die gleichen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten. Und wenn die Ummeldung schon so schwierig ist…..

Für Tipps und Tricks und Standorte von erfahrenen TÜVlern wären wir sehr dankbar!

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Mercedes 507

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Wir brauchen ein Wohnmobil – für die ganze Familie!

Wir brauchen ein Wohnmobil – für die ganze Familie!

Wir sind beruflich viel unterwegs – mit der ganzen 6-köpfigen Familie + Hund. Bisher sind wir viel mit dem Zelt auf Reisen gewesen oder konnten bei Freunden und Bekannten unterkommen. Wir wären aber gern flexibler, vor Allem in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst und auch in den Winter hinein. Also muss nun ein Wohnmobil (oder Ähnliches) her, in dem wir gut leben können.

Und das zu finden, ist gar nicht so einfach, wenn das Budget sich nicht wirklich hoch schrauben lässt. Bei so vielen Personen + Hund braucht es einiges an Platz. Wohnmobile, die von sich aus so viele Schlafplätze zur Verfügung stellen, sind einfach nur riesig! Und es sind viele Dinge verbaut, die wir überhaupt nicht brauchen. Wir haben beschlossen uns einen großen Transporter oder Bus zuzulegen und selbst auszubauen. Beim Stöbern in den Gebrauchtwagenanzeigen stoße ich auch immer wieder auf alte Mercedesmodelle. Diese Fahrzeuge haben echt Charakter und faszinieren mich.

Der erste Versuch

Also war das erste Fahrzeug, was wir besichtigt haben ein Mercedes-Benz 508 von 1975. Das Interessante an diesem Teil war, dass da vor ewigen Zeiten das Hochdach eines anderen Fahrzeugs oben drauf geschweißt wurde, so dass eine weitere Wohnebene entstand.

Leider war das Dach aber nicht dicht und der allgemeine Zustand auch nicht so besonders. Viel Rost und der Motor hatte einen enormen Ölverbrauch und würde wohl nicht mehr lange mitmachen. Wir haben uns gegen dieses Fahrzeug entschieden!

Die Kinder fanden den Benz aber total klasse! Das war ein richtiger Abenteuerspielplatz über drei Ebenen. Das Platzangebot war auch wirklich toll. Da hätten wir gut drin wohnen können – wenn es nicht die beschriebenen Mängel gegeben hätte.

Wir suchen jedenfalls weiter! Und ich bin total neugierig, was uns noch alles bei dieser Suche begegnen wird und für was für eine Art Fahrzeug wir uns am Ende entscheiden werden.

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Das Jahresprogramm 2017 ist online

Das Jahresprogramm 2017 ist online

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Jetzt lässt es sich nicht mehr leugnen – der Herbst ist da. Die Zeit für Spaziergänge durch den bunten Herbstwald. Die Zeit für das Wühlen im raschelnden Laub. Die Zeit zum Kastanien und Eicheln sammeln. Sei es zum Basteln, Wäsche waschen oder um etwas Leckeres daraus zu zaubern. Die Zeit für gemütliche Lesenachmittage im kuschelig warmen Wohnzimmer. Und die Zeit zum Erstellen des Jahresprogrammes für 2017.

Wir haben die Zeit genutzt und daher könnt ihr euch unter Termine anschauen, was wir im Jahr 2017 für tolle, spannende und einzigartige Veranstaltungen für euch geplant haben! Erstmals wird es 2017 in den Sommerferien ein Mädchenferiencamp und ein Jungenferiencamp geben. Hier könnt ihr mit den Betreuerinnen bzw. den Betreuern mal ganz unter euch sein und all das tun und bequatschen, was in gemischten Gruppen oft nicht so gut geht.

Unsere Tagesweiterbildungsreihe darf natürlich auch in 2017 nicht fehlen. Ebenso wie die Wildnisbasiskurse und unser Familienwildniscamp zu Himmelfahrt.

Schaut doch mal rein, ob etwas Passendes für euch dabei ist!

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Sich in der Natur zuhause fühlen – Wildnisbasis I

Sich in der Natur zuhause fühlen – Wildnisbasis I

Die Verbindung mit Mutter Natur vertiefen?  Kraft für den Alltag tanken? Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernen, die es ermöglichen, für sich selbst zu sorgen?

Dieser Kurs gibt dir die Möglichkeit zu dir und deiner inneren Natur zu kommen. Wahrnehmungsübungen werden deine Sinne schärfen, das Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten kann wachsen. Du lernst, wie du mit einfachen Mitteln in Harmonie mit der Natur leben kannst.

Es handelt sich hier nicht um ein hartes Survivaltraining!

Inhalt

  • Feuer machen mit neuen und alten Techniken

  • Bau einer einfachen Schutzbehausung

  • Wasseraufbereitung

  • Wahrnehmungs- und Sinnesübungen

  • Spuren finden und deuten

  • Essbare Pflanzen bestimmen und verarbeiten

  • Geschirr mit Hilfe des Feuers anfertigen (Glutbrennen)

  • Schleichen und Naturbeobachtung

  • Bogen schießen

  • Naturhandwerk, Schnitzen

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Termin: 14.10. – 16.10.2016

Ort: 07646 Weißbach (SHK)

Preis: 120€ + 40€ UVP (Verpflegung überwiegend aus kontrolliert biologischer Erzeugung)

Anmeldung: per Mail buero@waldmaerchen.de

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Wir arbeiten nach den Lehren und der Philosophie von Tom Brown jr. In folgenden Büchern könnt ihr darüber nachlesen. Sie sind sehr empfehlenswert, aber teilweise leider nicht mehr so einfach zu bekommen.

News zur Waldläuferbande Jena

News zur Waldläuferbande Jena

Ab September trifft sich die Waldläuferbande Jena wieder. Aber diesmal wöchentlich! Am 23.09.2016 findet ein kostenloser Schnuppertermin statt, bei dem ihr das Team kennenlernen und testen könnt, ob die Waldläuferbande euch Spaß macht.

Am 30.09.2016 startet dann unser Waldläufer-Herbstdurchgang. 6 mal treffen wir uns, immer am Freitag von 15 – 18 Uhr unter der Lobdeburg.

Wie gewohnt gibt es Spiel, Spaß, Erkundungstouren, Feuer machen, Bogen schießen, Schnitzen und vieles mehr. Seid dabei!

Kylan füttert Feuer

Treffpunkt: Feuerstelle unter der Lobdeburg

Preis: 90€ / 6 Termine

Hier seht ihr noch einmal alle Termine.

Anmeldungen (auch für den kostenlosen Schnuppertag) bitte per Mail buero@waldmaerchen.de oder telefonisch 036426/201841!

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