Ein Busdorf und die kleinen Wunder am Ostseestrand

Ein Busdorf und die kleinen Wunder am Ostseestrand

Nach dem Schulfrei Festival haben wir uns entschieden noch einmal hoch an die Ostsee zu fahren. Wir waren nun schon so nah dran, die Gelegenheit wollten wir nutzen. Spontan entschieden noch zwei befreundete Familien, sich uns anzuschließen. Wir trafen uns also in Barendorf, Nähe Dassow auf einem Strandparkplatz. Hier standen wir schon mehrere Male. Ich finde den Strand hier wunderschön und wenn man nicht gerade in der Hauptsaison hier auftaucht, trifft man nur Menschen, die mit Hund spazieren gehen oder bei entsprechendem Wind ein paar Kitesurfer.

So war es auch dieses Mal. Der Parkplatz war weitestgehend leer bis auf unsere drei Busse. Das Wetter war unglaublich spannend. Ungefähr im ein- bis zwei-Stunden-Takt wechselten sich Sonne und Regen ab. Und dazwischen gab es immer wieder unglaubliche Lichtstimmungen!

Krabbenpanzer im Abendlicht

 

Regentropfen im Sonnenuntergang

Das Schöne, am gemeinsam unterwegs sein mit anderen Familien ist, dass die Kids uns Eltern nicht ständig brauchen! Die waren zusammen am Strand unterwegs, haben gebadet, Burgen gebaut, ihre Strandbüros eingerichtet, Räuberbanden verfolgt und vieles mehr. Es ist so schön, dabei zuzuschauen! Manchmal waren sie in kleineren Gruppen von 3 bis vier Kids unterwegs, manchmal alle 8 zusammen. Gerade unsere Kids genießen diese Art des ungezwungenen Zusammensein sehr!

Kids am Strand

Von den Erwachsenen hat immer jemand abwechselnd ein Auge auf die Kids gehabt, so dass jeder sich auch mal Auszeiten nehmen konnte. Herrlich! Ich habe die freien Zeiten genutzt und habe mit meiner Kamera den Strand erkundet. Auch hier bin ich auf die verschiedensten Insekten und Spinnen gestoßen. Die Naturfotografie im Makrobereich ist so faszinierend! Ich entdecke immer wieder neue Details in den Schöpfungen von Mutter Natur! Seien es die Farben von Schmetterlingsflügeln, das ausdrucksvolle Gesicht einer Spinne oder die Reflexionen von Licht in Wassertropfen. Diese Details ziehen mich mit ihrer Schönheit total in ihren Bann! Ich kann stundenlang auf Knien in einer Wiese (oder am Strand) hocken und die vielfältigsten Insekten oder Pflanzenstrukturen aus allen möglichen Perspektiven ablichten! Klar braucht es bei schnellen Insekten auch viel Geduld, aber bei diesen Motiven packt mich regelrecht der Jagdtrieb. Ich pirsche mich an und warte auf den Moment, wo alles stimmt und ich nur noch auslösen muss. Das ist etwas, worin ich total versinken kann!

(noch) unbestimmte Spinne am Strand

 

Fliege, die auch noch bestimmt werden muss

In der gemeinschaftlichen Zeit haben wir ausgiebig gequatscht, zusammen gekocht und gegessen. Es gab mehrfach selbst gesammeltes Kompott aus Sandorn, Holunder- und Brombeeren. Verfeinert mit Agavendicksaft und Sahne ein Genuss! Und reich an Vitaminen!

Sanddorn

Es war wirklich schön, wie in einem kleinen Busdorf diese drei Tage dort zu verbringen. Zurück Daheim habe ich es sehr vermisst! Aber ich denke, dass wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir mit anderen Familien unterwegs sein werden. Ich denke, es war eine Bereicherung für alle und läd ein zu mehr!

Zusammensein

Habt ihr ein kleines „Dorf“ von Gleichgesinnten um euch? Wünscht ihr euch das auch für euren Alltag? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

 

 

 

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Ausflugstipp mit Kindern in Värmland – Schweden

Ausflugstipp mit Kindern in Värmland – Schweden

Ihr sucht ein Ausflugsziel mit Kids im schönen schwedischen Värmland? Wir haben bei unserer Schwedenreise einen tollen Ort entdeckt! Und das Ganze auch noch ohne Eintrittspreis (außer bei besonderen Veranstaltungen)!

Mariebergsskogen

Beim Erkunden von Karlstad, am nördlichsten Zipfel des Vänern entdeckten wir „Mariebergsskogen – Karlstads Stadspark“.

Ein sehr weitläufiges Gelände mit Wiesen, Wald, verschiedenen Spielplätzen und einem kleinen Bauernhof mit Streichelgehege. Und vor dem Haupteingang gibt es einen riesigen Parkplatz, auf dem man auch mit einem Wohnmobil bequem parken kann.

Als wir das Gelände durch die großen Tore vom Treffenbergsvägen aus betraten, musste natürlich erst mal jemand aufs Klo! Wie das so ist, mit den Kids. Die sanitären Anlagen waren in einem Topzustand! Wie in Schweden üblich hat man auch kleine Hocker, damit die kleineren Kids sich selbstständig die Hände waschen können. Nachdem diese Bedürfnisse dann erfüllt waren, entdeckte unsere Bande den ersten Spielplatz. Schaukeln, Klettergeräte, Sand – hier blieben wir erst mal eine Weile.

Kinderbauernhof – Lilla Marieberg

Dann wollte unsere große Tochter endlich die Tiere sehen! Es gab mehrere Außenausläufe mit typischen Bauernhoftieren. Schafe, Ziegen, Kaninchen, Hühner, Gänse. Die Ziegen konnte man auch streicheln, wenn sie das denn wollten. In verschiedenen Stallgebäuden gab es Innenvolieren mit exotischen Vögeln, Aquarien und Anlagen für Degus und Meerschweinchen.

Kaninchenhaus
Kaninchenhaus
Ziege in Lilla Marieberg
Ziege in Lilla Marieberg
Streichelgehege
Streichelgehege

 

Vom Essen und Möwen

Nach intensiver Tierbetrachtung  musste etwas zu Essen her! Hier hat man die Wahl zwischen verschieden Cafés und einem Kiosk direkt am Wasser. Wir entschieden uns für den Kiosk und es sollte Eis und ein Würstchen geben. Das Würstchen wollte ich selbst mal probieren, doch leider sollte ich hungrig bleiben. Ich war noch beim Bezahlen, als Toralf mit dem Einkauf schon mal eine der zahlreichen Bänke besetzen wollte. Als ich mich umdrehte stand er da umkreist von mindestens 10 Möwen. Sie stritten sich darum, wer nun das heruntergefallene Würstchen bekommen sollte. Kurz zuvor hatte eine Möwe Toralf von hinten das Würstchen aus der Hand geklaut, es dann aber fallen gelassen. Also, wenn ihr dort Würstchen kauft, versteckt es gut und tragt es nicht offen herum! Ihr habt sonst keine Chance! Auf Eis stehen die Möwen dort glücklicherweise nicht! Ich bekam dann eben Brot und Wurst aus unserem Bus.

Spielplätze, Piraten und ein Vogelbeobachtungsturm

Während wir Eltern noch aßen, probierten die Kids den kleinen Klangspielplatz aus und kreierten spannende Musikstücke.

Danach ging es zum „Schiffsspielplatz“! Auf dem großen Holzschiff wurden die Kids zu Piraten und entdeckten neue Inseln mit Schätzen. Was sie allerdings bedauert haben, war, dass sie kaum Kontakt zu anderen Kindern aufbauen konnten. Da war die Sprachbarriere leider zu hoch.

Nachdem alle Piraten wieder an Land bei uns waren, erkundeten wir gammla skogen – den alten Wald. Dabei kamen wir am Naturum vorbei, wo es u.a. Ausstellungen zu Schwedens Natur gibt. Wir sind allerdings nicht rein gegangen. Den Kids war mehr nach rennen und Wald erkunden zumute.

Wald erkunden
Wald erkunden
alte Fichte
alte Fichte

 

 

 

 

 

 

 

An einer Wegkreuzung entdeckten wir den Hinweis auf einen Vogelbeobachtungsturm. Den wollten wir uns auf jeden Fall anschauen! Dorthin gelangte man über einen langen Holzsteg, der durch ein Meer aus Schilf führte. Vom Turm aus hatte man eine tolle Aussicht! Ich hatte allerdings mächtig Probleme mit den Treppen dort! Es waren Gittertreppen, durch die man durchschauen konnte. Hochwärts ist das ja nicht so schlimm. Da schaut man einfach nicht runter. Aber Abwärts war das nicht toll! Ich hatte die Kleine auf dem Rücken und musste schauen, wo ich hintrete. Ich musste also gezwungenermaßen immer in die Tiefe schauen! Das ist gar nichts für mich mit meiner Höhenangst!

Zurück im Wald entdeckten wir Gammelgården, eine Ansammlung alter Hütten, wie sie zu früheren Zeiten typisch waren in den schwedischen Siedlungen.

Nun waren wir schon viele Stunden in Mariebergsskogen unterwegs, der Bauernhof hatte schon geschlossen, die Kids drehten noch eine letzte Runde über den Spielplatz und dann verließen wir müde und zufrieden den Park.

Wir werden beoabachtet
Wir werden beobachtet
Müde und zufrieden
Müde und zufrieden

 

 

 

 

 

 

 

Wenn wir mal wieder in der Gegend sind, werden wir hier mit Sicherheit wieder herkommen!

Alle Infos auf Schwedisch findet ihr auf der folgenden Homepage: http://www.mariebergsskogen.se/

Auf Deutsch könnt ihr hier etwas darüber lesen: http://www.schwedentipps.se/vaermland/mariebergsskogen/

 

 

Diese Lieder und Geschichten haben uns auf unserer Reise begleitet:

 

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Unsere Tour nach Schweden – Familienabenteuer im Bus Teil II

Unsere Tour nach Schweden – Familienabenteuer im Bus Teil II

Nun gehts weiter mit unserer Schweden Tour. Den ersten Teil dieser Reise findet ihr hier: Schwedentour Teil I

Tag 5 Malmö – Gottbol

Nachdem wir ewig keinen guten Stellplatz für die Nacht gefunden hatten, standen wir dann einfach auf einer Schotterbucht an einer stark befahrenen Straße. Zum Glück nur diese eine Nacht!

Etwas unausgeschlafen und gerädert ging es dann an diesem Freitag auf die vorletzte Etappe. Und wisst ihr was? Nur wenige hundert Meter nach einer Kurve sahen wir einen wunderbaren Rastplatz im Grünen, etwas abseits der Straße. 🙁

Nach Halmstadt fuhren wir auf der 26 weiter nach Norden (bzw. NO). Nach Mariestad war es wieder Zeit nach einem Schlafplatz zu suchen. Wir wollten gern einen Platz am See finden, wo wir über Nacht bleiben konnten. So fuhren wir immer wieder von der 26 ab auf kleinere Straßen direkt am Vännern. Allerdings sind diese Seegrundstücke wohl sehr beliebt. Es gab dort keinen Platz, wo wir ohne Campingplatzgebühren hätten stehen können. Nach etwa 2h vergeblicher Suche änderten wir die Taktik. Vielleicht gab es ja weiter im Landesinneren wieder mehr Rastplätze oder andere geeignete Stellen? Wir fuhren nördlich von Gullspång  von der 26 ab nach Osten auf die 204. In Gottbol am Skagernsee fanden wir eine ganz tolle Badestelle, wo wir auch problemlos über Nacht bleiben konnten. Es waren bereits zwei weitere Wohnmobile vor Ort. Ein deutsches und ein schwedisches Paar. Wir kamen dort gegen 20 Uhr an, aber es war noch herrlichster Sonnenschein. Also, was taten unsere drei Jüngsten? Na klar, sie schmissen sich erst mal eine Runde in den See. Das war schon die dritte Bademöglichkeit an diesem Tag, aber die drei kriegen einfach nie genug. Das Schöne an all den Seen, die wir bisher in Schweden zum Baden besucht hatten ist, dass sie sehr lange, sehr flach sind. Man kann zum Teil hundert Meter oder mehr hineinlaufen und das Wasser geht einem immer noch nicht über den Bauchnabel. Dieser See hatte wirklich wenig Wasser. Man sieht ja bis wohin der Wasserstand gehen kann, aber hier begann das Wasser erst ca. 20 m nach dieser Linie. Es gab viele Sandbänke und kleinere Tümpel dazwischen – der ideale Kinderspielplatz!

Auf diesem Platz, recht frei stehend ohne Bäume in unmittelbarer Nähe viel mir das erste Mal richtig auf, dass es nachts gar nicht mehr richtig dunkel wurde. Um Mitternacht war es noch fast taghell.

Kids im Skagensjö
Kids im Skagensjö
wenig Wasser im Skagensjö
wenig Wasser im Skagensjö
Kids beim Spielen
Kids beim Spielen

Tag 6 Gottbol – Lakene

Allerdings schien dann auch am nächsten Morgen die Sonne schon vor 6 Uhr morgens. Und unsere Jüngste weckte uns dann mit dem begeisterten Ausruf: „Aufwachen, die Sonne scheint schon!“ Wir brauchen dringend verdunkelnde Vorhänge im Bus!

Da wir nur noch ca. 150km vor uns hatten, konnten wir uns ordentlich Zeit lassen an diesem schönen, sommerlich warmen Samstagmorgen! Die Kinder spielten im See und auch wir Erwachsenen schwammen eine Runde im Brusthohen eiskalten Wasser. Es war herrlich!

Nach dem Mittagessen ging es dann weiter bis zum Endziel für die nächsten zwei Wochen. Über die 26, die E18 und die 240 bis nach Lakene.

Hier haben wir für die kommenden 2 Wochen eine feste Unterkunft in einem Ferienhaus. Ganz in der Nähe vom Ferienhaus meiner Eltern, meines Bruders und meiner Schwägerin. Sie nutzen ihren Urlaub und unterstützen uns hier vor Ort bei der Betreuung unserer Kids. Nun kann ich mich intensiv der Fotografie widmen. (wobei ich natürlich auch unterwegs schon fotografiert habe) Wir werden von hier aus Kontakte knüpfen und Möglichkeiten eruieren. Hier besteht ein großer Bedarf an qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten. Nur mein Schwedisch muss ich noch deutlich verbessern. Die Kommunikation ist recht mühsam und ich greife doch öfter auf Englisch zurück. Hier im näheren Umfeld gibt es aber auch viele deutsche Familien. Einige sind bereits ausgewandert, andere zum Beispiel die Vermieter unseres Häuschens planen die Auswanderung.

Angeln am Klarälven
Angeln am Klarälven
alte Wurzel - junger Fuß
alte Wurzel – junger Fuß
alte Kiefer
alte Kiefer

 

Von Lakene aus sind wir fast täglich auf der Suche nach schönen Wald- und Seeplätzen. Die schwedischen Wälder sind wunderbar und bieten so viele schöne Fotomotive!

Im nächsten Teil möchte ich euch ein ganz tolles Ausflugsziel mit Kids in Värmland vorstellen. Bis dahin!

Viele Grüße,

Anja

 

 

 

 

Worauf wir bei unseren Reisen mit Kids und Hund nicht mehr verzichten wollen.

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Unsere Tour nach Schweden – Familienabenteuer im Bus Teil I

Unsere Tour nach Schweden – Familienabenteuer im Bus Teil I

Dank unseres Buses sind nun auch die Fahrten zu Arbeits- und Urlaubsorten ein Abenteuer! An einem Montag im Juni starteten wir unsere Fahrt nach Schweden. 6 Tage hatten wir eingeplant, um zum Zielort in Värmland nördlich des Vännern zu kommen. Und dank unserer „Wanderdüne“ brauchten wir diese Zeit auch für die ca. 1500 km. Für manche mag das sehr mühsam klingen eine Woche lang mit allen Kids in einem langsam dahin zuckelnden Bus zu verbringen, aber das ist es ganz und gar nicht. Mit unserer Spitzengeschwindigkeit von 80 km/h und einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 50 – 60 km/h meiden wir die Autobahn so weit es geht und nutzen lieber kleinere bis kleine Straßen. Auf die Art bekommt man sogar beim Fahren einiges mit von der Landschaft.

Spaß im Bus
Spaß im Bus

Tag 2 Ostesee

Am zweiten Tag kamen wir an unserem Lieblingsostseeparkplatz in der Nähe von Dassow bei Bärendorf an. Dort haben wir als Zwischenstation schon einige Nächte verbracht winters wie sommers. Der Strand dort ist auch in der Hauptsaison nicht so arg überfüllt und die Kids können dort am Sandstrand oder auf einer der zahlreichen Sandbänke in der Ostsee spielen. An dem Tag, an dem wir diesmal ankamen ging ordentlich Wind. Es waren viele Kitesurfer im Wasser und über allem schwebten zahlreiche bunte Kites durch die Luft. Trotz nicht ganz so sommerlicher Temperaturen lassen sich unsere drei jüngeren Kids nicht vom Baden abhalten.  Also ab hinein ins kühle Nass! Als wir dann schließlich mit recht durchgefrorenen blaulippigen Kindern zurück im Bus waren, gabs erst mal einen Tee zum Aufwärmen.

 

Tag 3 Ostsee – Dänemark

Der nächste Tag war etwas windstiller und sommerlich warm. Die Kids wollten natürlich ins Wasser!

Wir haben uns Zeit gelassen mit Frühstück, baden, spielen, zusammenpacken. Ich war mit den Kids am Strand, Toralf nutze die freie Zeit zum Arbeiten.

Jetzt im Juni ist die Kasse am Parkplatz vom späten Vormittag bis zum frühen Abend wieder besetzt. Wir haben die Tagesgebühr für diesen und den vorangegangenen Tag von insgesamt 12 € bezahlt. Wer das komplett umgehen möchte, sollte abends nach 18 Uhr (in der Hauptsaison nicht vor 19 Uhr) ankommen und morgens zeitig wieder verschwinden.

Ostsee
Ostsee

 

 

 

 

 

 

 

An diesem dritten Tag unserer Reise nach Norden kamen wir bis nach Dänemark. Uns viel auf, dass die Grenze mittlerweile nicht mehr unbewacht ist. Zwei Grenzbeamte schauten flüchtig in unseren Bus und winkten uns dann weiter. Wir wollten noch so 1-2h fahren und dann einen Platz für die Nacht suchen. Im Süden von Dänemark entlang der Landstraße gab es viele sehr schöne und saubere Rastplätze. Je weiter man nach Norden kommt, desto weniger wird es allerdings. Wir fanden dann einen Platz ca. 28km vor Odense. Allerdings waren wir hier nicht allein. Durch die Nähe zur Autobahn kommen hier natürlich auch einige Brummifahrer hin, um zu schlafen. Aber in unserem Bus kriegt man davon kaum was mit.

Tag 4 Dänemark – Schweden

Als wir morgens aufwachten, war der Parkplatz schon wieder leer. Es gab eine saubere Toilettenanlage und einen Zugang in den angrenzenden Wald. Die Gelegenheit habe ich natürlich genutzt, um mit unserer Hündin Runja und der Kamera eine längere Erkundungsrunde zu drehen. Es war ein schöner alter Buchenwald. Und wenn ich im Buchenwald unterwegs bin, geht bei mir automatisch der „Baumperlenradar an“! Ich scanne dann alle Bäume nach Baumperlen ab. Und ich wurde fündig! Neben einigen kleineren Exemplaren schenkte mir eine Buche gleich zwei richtig große Knollen! Die größten, die ich bisher selbst gefunden habe!

Baumperlen von Buchen
Baumperlen von Buchen

Nach dem Frühstück ging es dann weiter Richtung Odense, wo wir auf die Autobahn auffuhren, um über die Storebeltbrücke zu fahren. Mit einem so großen Gefährt, wie unserem ist das leider nicht ganz billig. Da wir in den Papieren ein Maximalgewicht von 4,6t drin stehen haben, kostete uns die Überfahrt 96€!

Nach der Brücke ging es wieder auf die Landstraße. Allerdings machten wir den Fehler und fuhren dann durch Kopenhagen anstatt schon vorher auf die Autobahn zu fahren, die uns über die nächste Brücke führen sollte. Mit dem Bus zur Feierabendzeit durch Kopenhagen zu fahren, macht absolut keinen Spaß! Echt nicht zu empfehlen! Bei den Gebühren für die Öresundbrücke hatten wir Glück. Der nette junge Mann am Schalter wollte keine Papiere sehen, fragte auch nicht und stufte uns in die Kategorie < 6m ein. Dadurch zahlten wir hier „nur“ 56€ statt über 100€. Manchmal darf man auch Glück haben 😉

von Dänemark nach Schweden über die Öresundbrücke
von Dänemark nach Schweden über die Öresundbrücke

Südlich von Malmö machten wir erst mal eine längere Pause. Direkt nach der Brücke gibt es einen Parkplatz mit kleinem Spielplatz und annehmbaren Toiletten. Mittlerweile ging es wieder auf Abend zu und wir mussten einen Platz für die Nacht suchen. Auf dem Pausenparkplatz wollten wir nicht bleiben. Wir hatten die Hoffnung etwas grüneres und ruhigeres zu finden. Leider ging dieser Wunsch für den Abend nicht in Erfüllung. Wir fuhren noch ein Stück auf der E20/E6 nach Norden und wechselten dann auf kleinere Straßen in Küstennähe. Aber es kam und kam kein wirklich schöner Platz. In der Hoffnung nach der nächsten Kurve vielleicht etwas Gutes zu finden, fuhren wir noch einige Stunden weiter, um schließlich völlig entnervt und erschöpft auf einem Schotterplatz direkt neben der Straße anzuhalten. Diese Nacht war kurz und recht unruhig, da immer wieder LKWs an uns vorbeidonnerten. Diese Straße war recht stark befahren. Aber am nächsten Tag konnten wir ja weiterfahren.

lila Lupinen am Straßenrand
lila Lupinen am Straßenrand
Lupinen und Toralf
Lupinen und Toralf
schwedische Sommerwiese
schwedische Sommerwiese

 

 

Das war der erste Teil unserer Tour. Im nächsten Beitrag erfahrt ihr, was wir in den nächsten 2 Tage auf der Reise nach Lakene (Värmland) erlebt haben.

 

 

 

 

Diese Geschichten, Spiele und Lieder haben uns auf unserer Tour begleitet:

 

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Warum wir es lieben mit unserem Bus unterwegs zu sein

Warum wir es lieben mit unserem Bus unterwegs zu sein

In der ersten Osterferienwoche machten wir uns auf den Weg zu einem Auftrag in der Nähe von Bremen. Dort fand ein wildnispädagogisches Ferienprojekt statt. Das war eine Entfernung von über 450 km. Also waren wir zwei Tage recht gemütlich unterwegs. Warum wir zwei Tage brauchen für 450 km? Unser Bus ist nicht der Schnellste! Wir fahren nur Landstraßen, keine Autobahnen und da bringt unser Bus im Durchschnitt 50 km/h. Das klingt für manche von euch vielleicht super anstrengend, aber wir empfinden das überhaupt nicht so. Im Gegenteil! Wenn ich in den Bus einsteige und er bei uns vom Hof rollt, entspanne ich augenblicklich. Es ist, als ob alle Last, die mit dem Alltag am Wohnort verbunden ist, einfach abfällt. Und durch dieses langsame Reisen, sehen wir so viel mehr von der Landschaft, durch die wir kommen. Auf dieser Fahrt nach Bremen haben wir unzählige Fasane entdeckt, Tiere die wir sonst kaum zu Gesicht bekommen. Ich sehe seit wir mit dem Bus unterwegs sind überall und ständig Falken, was mich natürlich anregt mich mit diesen Vögeln näher zu beschäftigen. In meinem Leben haben vorher Falken kaum eine Rolle gespielt und nun sind sie ständig da und scheinen mich auf unseren Reisen zu begleiten. Was das wohl bedeuten mag?

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Jedenfalls ist mir auf dieser zweitägigen Fahrt nach Bremen noch einmal sehr bewusst geworden, warum wir mit dem Bus so gern unterwegs sind!

Am Ende der ersten Tagesetappe haben wir für die Übernachtung ein wunderbares Stück Erde entdeckt. Waldarbeiter hatten eine relativ breite Zufahrt ca. 200m in den Wald hinein geschaffen, um dort Holz zu ernten und aufzustapeln. Am Ende dieser Zufahrt gab es eine kleine Wendeschleife, perfekt zum Drehen und stehen bleiben! Es war Samstagabend, der Wald war menschenleer! Beim Aussteigen vielen mir die Pflanzen auf, die den kompletten Waldboden vor uns bedeckten. Beim näheren Hinsehen entpuppten sich diese Pflanzen tatsächlich als ein Meer aus Bärlauch! Ich hatte noch nie so viel Bärlauch auf einmal gesehen! Soweit wir blicken konnten, alles voller Bärlauch! Unsere Kids sind dann erst mal pflücken und mampfen gegangen. Ich habe mich natürlich vorher davon überzeugt, dass dort wo sie gepflückt haben, tatsächlich nur Bärlauch stand. Und gerade meine große Tochter ist auch schon ziemlich sattelfest, was das bestimmen von essbaren Pflanzen betrifft. Zum Abendessen gab es dann einen großen Salat mit ganz viel Bärlauch. Mmmmm!

  Würstchen grillen

 

Während ich mit den Kids noch Salat schnippelte, baute uns Toralf eine kleine Feuerstelle auf (auf dem Kiesweg) und bereitete Feuerholz vor. Unser kleiner Sohn machte sich dann mit einer Säge bewaffnet ans Feuerholz klein sägen. So saßen wir gemütlich auf Fellen um unser kleines Feuerchen herum, aßen Salat und grillten Würstchen am Stock. Und ich bekam endlich die Gelegenheit mit Kamera und Stativ einige Feuerbilder-Experimente zu machen. Es war wunderbar entspannt und gemütlich. Am nächsten Morgen hörten wir den Gesang der Vögel, sammelten noch etwas Bärlauch für die nächsten Tage, verwischten unsere Spuren und fuhren weiter nach Norden.

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Tag 2

Es war, wie am Tag zuvor schönster Sonnenschein. Bei einer kleinen Pause am Waldrand stieß ein Radfahrer zu uns und sprach uns an. Er ist hier heimisch und war auch eine Zeitlang mit Wohnmobil unterwegs und fragte, ob er uns einen Tipp geben darf. Klar darf er! Noch ein Stück weiter in unsere Fahrtrichtung gäbe es einen wunderschönen Parkplatz mit Blick über die Heide. Den sollten wir unbedingt mal besuchen. Eine wirklich nette Begegnung und ein toller Tipp! Wir fuhren zur beschriebenen Stellen und waren begeistert. Der Weg dorthin führte fast einen Kilometer auf einem befestigten Sandweg durch den Wald. Oben angekommen öffnete sich der Blick auf eine weite Heidelandschaft. Wunderschön! Die Heide blühte zwar noch nicht und sah noch recht grau aus, aber trotzdem wunderschön! Die Kids zogen gleich los zum Spielen. Immer wieder kamen Kutschen und Reiter vorbei, was für die drei natürlich auch spannend war.

Heide im April IMG_1126

Wir hatten uns gerade zum Essen (gebratenes Brot mit Würstchen) an einen der Tische vor Ort gesetzt, da kam ein kleiner Transporten angefahren mit der Werbung eines Catering-Service drauf. Heraus kam ein nett aussehender Mann und band sich eine Schürze um. Die Kids wurden ganz unruhig und begannen zu flüstern: „Kann man da was leckeres kaufen?“ „Gibt es da Kuchen?“ Toralf sprach den Mann an und gab die Fragen der Kinder weiter. Es stellte sich heraus, dass er an diesem Nachmittag eine 50 köpfige Gruppe, die mit Kutschen ankommen würde, verköstigen soll. Die Kids waren ein wenig enttäuscht. Sie hatten sehr gehofft, dass wir ein Stück Kuchen kaufen könnten. Wir beobachteten den Mann beim Aufbauen und widmeten uns wieder unserem Essen. Und dann geschah das Highlight des Tages: Der Mann kam mit zwei gefüllten Tellern zu uns. Er brachte uns mit einem Grinsen im Gesicht Kuchen! Leckeren, saftigen Kirschkuchen! „Das fällt nicht auf, wenn die paar Stücke fehlen.“ Meinte er. Das war ein tolles Erlebnis für uns alle! Diese Begegnungen, erst mit dem Radfahrer, der uns ja überhaupt erst dort hin geführt hatte, dann mit diesem netten Kuchenherren. Und dann sprach uns noch ein älteres Paar an. Wir sollten unbedingt noch einmal kommen, wenn die Heide blüht! Und als die Kutschgäste da waren, ihren Kuchen aßen und die Kutschen leer waren, durften unsere drei Kids auf eine der Kutschen klettern und haben sich alles erklären lassen.

Kind auf Stein Runja liegt

Das waren zwei rundherum gelungene Reisetage. Darum lieben wir es mit unserem Bus, ganz langsam unterwegs zu sein!

Kennt ihr das auch? Dieses tolle Gefühl von Freiheit und diese tollen Begegnungen unterwegs? Über eure Berichte in den Kommentaren freue ich mich schon!

Viele Grüße,

Anja

 

Diese Bücher und CDs begleiten uns zur Zeit unterwegs.

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Sehnsucht nach Me(e)hr – Ausgeknockt

Sehnsucht nach Me(e)hr – Ausgeknockt

Es ist kalt und grau und ich habe Sehnsucht nach Me(e)hr! Großtochter ist seit fast 3 Wochen krank und seit ein paar Tagen auch Kleintochter und natürlich jetzt auch ich! Kann es noch schlimmer kommen? Ach ja, momentan habe ich auch nur eine minimalistische Fotoausstattung zur Verfügung und am Bus konnten wir auch schon eine Weile wetterbedingt nicht weiter arbeiten.

Ich will endlich wieder raus, andere Dinge sehen und fotografieren! Stattdessen sitze ich seit Wochen daheim und pflege erst die Kids und nun mich wieder gesund! Und die Sonne scheint auch seit Tagen nicht und es ist kalt und ungemütlich draussen! Alles Bäh!

Toralf ist heute zumindest mit der schon etwas fitteren Großtochter im Bus unterwegs. Es geht in einen Wildpark nicht weit von hier. Sie hat zu ihrem Geburtstag (vor ein paar Tagen) eine Digitalkamera bekommen und ist nun ganz heiß aufs Fotos machen. Ich bin schon sehr gespannt, was für Bilder sie vom heutigen Ausflug mitbringt!

Zum Glück werden wir alle bald wieder gesund sein und auch die Sonne wird sicher bald wieder scheinen! Das tröstet mich grad etwas über meinen Stubenkoller hinweg. Die Kameraausrüstung wird aber noch eine Weile länger minimalistisch bleiben. Aber hey, besser als nix!

Ich lese vor lauter Sehnsucht gerade alle möglichen Reiseblogs anderer reisenden Familien und freue mich unheimlich auf den beginnenden Frühling! Spätestens dann geht es wieder los! Allerspätestens! So ein Wochenendkurztrip ist schließlich auch nicht zu verachten!

Kennt ihr diese Phasen auch? Ihr wollt einfach nur raus und weg, aber es geht eben grad einfach nicht? Wie geht ihr damit um? Was sind eure Taktiken, um mit der Sehnsucht besser fertig zu werden? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Sonnenuntergang

 

Wir brauchen ein Wohnmobil – für die ganze Familie!

Wir brauchen ein Wohnmobil – für die ganze Familie!

Wir sind beruflich viel unterwegs – mit der ganzen 6-köpfigen Familie + Hund. Bisher sind wir viel mit dem Zelt auf Reisen gewesen oder konnten bei Freunden und Bekannten unterkommen. Wir wären aber gern flexibler, vor Allem in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst und auch in den Winter hinein. Also muss nun ein Wohnmobil (oder Ähnliches) her, in dem wir gut leben können.

Und das zu finden, ist gar nicht so einfach, wenn das Budget sich nicht wirklich hoch schrauben lässt. Bei so vielen Personen + Hund braucht es einiges an Platz. Wohnmobile, die von sich aus so viele Schlafplätze zur Verfügung stellen, sind einfach nur riesig! Und es sind viele Dinge verbaut, die wir überhaupt nicht brauchen. Wir haben beschlossen uns einen großen Transporter oder Bus zuzulegen und selbst auszubauen. Beim Stöbern in den Gebrauchtwagenanzeigen stoße ich auch immer wieder auf alte Mercedesmodelle. Diese Fahrzeuge haben echt Charakter und faszinieren mich.

Der erste Versuch

Also war das erste Fahrzeug, was wir besichtigt haben ein Mercedes-Benz 508 von 1975. Das Interessante an diesem Teil war, dass da vor ewigen Zeiten das Hochdach eines anderen Fahrzeugs oben drauf geschweißt wurde, so dass eine weitere Wohnebene entstand.

Leider war das Dach aber nicht dicht und der allgemeine Zustand auch nicht so besonders. Viel Rost und der Motor hatte einen enormen Ölverbrauch und würde wohl nicht mehr lange mitmachen. Wir haben uns gegen dieses Fahrzeug entschieden!

Die Kinder fanden den Benz aber total klasse! Das war ein richtiger Abenteuerspielplatz über drei Ebenen. Das Platzangebot war auch wirklich toll. Da hätten wir gut drin wohnen können – wenn es nicht die beschriebenen Mängel gegeben hätte.

Wir suchen jedenfalls weiter! Und ich bin total neugierig, was uns noch alles bei dieser Suche begegnen wird und für was für eine Art Fahrzeug wir uns am Ende entscheiden werden.

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